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Zwischenstation Frankreich |
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Auf unserem Weg nach Spanien gönnten wir uns eine Woche Aufenthalt in Bloir an der Loire. Von dort aus unternahmen wir bei herrlichem Wetter Ausflüge zu den umliegenden Sehenswürdigkeiten. Leider gibt es hier kein akzeptables Radwegenetz, so dass wir häufig wegen des starken Verkehrs unser eigenes Wort kaum verstanden. Doch dafür entlohnten uns die fantastischen Eindrücke von Natur und Kultur dieser ansonsten romantischen Region. Auch die Freundlichkeit der Franzosen, die trotz unserer mangelhaften Sprachkenntnisse niemals ungeduldig reagierten, ja die sich sogar in unseren Durst ob der herrschenden Hitze hineinfühlten und uns Radlern kühles Wasser spendierten, war für uns ob der vorherigen Warnungen eine sehr angenehme Überraschung. |
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Ob Chambord, (links) Bloir, Chenaunceau, (links aussen) ob Amboise, Chaumont oder Fougeres-sur Biévre (unten), wir waren immer wieder von Neuem beeindruckt über architektonische Vielfältigkeit und kulturelle oder auch gärtnerische Beifügungen |
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Doch wie man sehen kann, ruhten wir uns nebenher auch genügend für die auf uns zukommenden Strapazen in Spanien aus. Abends gab’s im Hotel immer ein lukullisches Mahl nebst mundigem französischem Wein. |
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Radtour auf dem Camino nach Santiago de Compostela |
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im Heiligen Jahr vom 31.05.2004 bis 10.06.2004 |
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In Pamplona trafen wir uns am 30.05. mit einer Gruppe von 6 Leuten aus dem Schwarzwald und zwei Freunden, die aus dem Schwabenland kamen. Die ersteren hatten eine mühsame und langwierige Eisnbahnanfahrt überstehen müssen, während die beiden anderen mit dem Flugzeug bis Bilbao geflogen waren. Am Abend speisten wir nach einem Stadtbummel in einer der zahlreichen Gaststätten der Innenstadt. |
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Mühevoller Aufstieg durch blühende Ginsterbüsche zum Alto del Perdón.
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Unsere Mühe wird belohnt durch herrliche Ausblicke über das Pamploner Becken, aber auch durch den Blick auf die metallene Pilgergruppe am Abhang
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Eremita de Eunate Puente la Reina |
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Azofra Mittagspause beim Dorfbrunnen neben „La Fuente“der Herbergue de Peregrinos
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In Sto Domingo de la Calzada erspähten wir im Dom den Hahn, der an die Legende vom Hähnchenwunder erinnern soll hinter schalldichtem Glas. Nach der Radtour und dem Rundgang in Sto Domingo schmeckt der Kaffee im Schatten der heissen Mittagssonne. |
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Von Burgos nach Fromista muss man sein Fahrrad schon manche Wegstrecke schieben. Doch dafür entlohnen die wunderbaren Fernblicke. Der Wanderer hingegen wird jedoch schon am Morgen sein Ziel am Abend ausmachen können und das kann schon zermürbend für die Psyche sein. |
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Ahauser- Treffen auf dem Camino |
Auf Feldwegen nach Sahagun |
St. Jakobus in Sahagun zeigt uns auf seiner Karte, wie es weitergeht nach Leon. |
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Puente de Orbigo mit seiner mittelalterlichen Brücke veranstaltete gerade in allen Strassen ein mittelalterliches Spektakel. Alle Einwohner bewegten sich voller Stolz in den verschiedensten pittoresken Gewändern durch die Gassen des Städtchens.
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Auch der Weg von Leon nach Astorga zieht sich durch endlose Weiten, die dem Fusswanderer viel Durchstehvermögen abverlangen. Da wir jedoch immer in einer frischen Brise fuhren, machte uns die Sonne wenig zu schaffen und wir konnten uns nicht satt sehen an neuen Eindrücken, die sich uns in der Landschaft, den Dörfern und schliesslich in Astorga boten. |
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Die Etappe von Ponferada über Rabanal del Camino nach Villafranca war hart, aber von beeindruckender Schönheit: Ginster, Heidekraut, runde, dunkelgrüne Bergkuppen, so geht’s hinauf zum Cruz de Ferro (1504m) und dann in rasender Abfahrt hinab nach Molinaseca und Ponferada. |
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Erst wenn nach Überwindung von ca. 700 Höhenmetern zum Alto do Cebreiro auch der Alto de San Roque und Poto de Poio überwunden sind, geht es steil abwärts nach Triacastela und von dort über Samos und Sarria nach Portomarin. Wer diese Etappe geschafft hat, darf sich ausruhen. |
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Auf der vorletzten Etappe von Portomarin nach Arzúa bzw. dem 10 km entfernt liegendem Ortsteil Dombodan, wo wir in der urigen Casa Rural Brandariz und exquisit speisten, trafen wir in Vilar de Donas zum dritten Mal eine deutsche Pilgergruppe, die mit dem Bus nach Santiago fuhr und sich daher für den Besuch von Sehenswürdigkeiten mehr Zeit nehmen konnte als wir. Die fast 15 km Steigungen und ca. 17 km entlang der stark befahrenen Strasse forderten Energie und Konzentration. Zudem hatten wir an diesem Tag auch einige kleine Radpannen, doch überstanden alle diese Etappe bei guter Laune, die durch die gastliche Bewirtung in Dombodán noch gesteigert wurde. |
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Am 09. Juni 2005 erreichten wir Santiago de Compostela durch kleine Dörfer, schöne Eukalyptuswälder und über den Monte del Gozo mit seinem wuchtigen Denkmal am Rande des ausgedehnten Pilgerzentrums, in dem wir unser Quartier bestellt hatten. Nachdem der Strassenstaub abgespült war, fuhren wir mit dem Bus vom Pilgerzentrum ins Stadtzentrum. Am Pilgerbüro erhielten wir nach Vorlage unserer Stempel, die wir unterwegs in Kirchen und Herbergen gesammelt hatten, unsere Pilgerurkunde. In der Abendmesse erlebten wir das beeindruckende Schauspiel des durch das ganze Kirchenlängsschiff schwenkenden Weihrauchkessels, gingen im Anschluss an die hl. Messe durch die Hl. Pforte, die im hl. Jahr täglich geöffnet war. Über Treppenstufen gelangten wir hinter dem Altar zur Büste des Hl. Jakobus, die wir in feierlicher Stimmung berührten, um dann in der Stadt mit vielen anderen Pilgern das Erreichen am Ziel zu geniessen und zu feiern. |
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Hier sind alle, die an der Tour teilgenommen haben, noch einmal “verewigt”. Im oberen Bild von links nach rechts: Rita, Sven, Blanka, Rosemarie, Astrid, Anton, Sigrid(versteckt), Konrad, Albert, Erika und Herbert. Rechts oben der immer lachende Albert. Im rechten unteren Bild in der oberen Reihe von links nach rechts: Jürgen, Herbert, Sven und unten von links nach rechts: Sigrid, Astrid, Anton, Rosemarie, Erika und Blanka, alle mit Abschiedsschmerz im Gesicht. |
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