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Seit Jahrzehnten verbringen wir unseren Urlaub im Schwarzwald. Die Hinfahrt,- das sind etwa 700 km,- legen wir nunmehr 20 Jahre mit dem Fahrrad zurück, Rhein- aufwärts inklusive der Mosel- Saarschleife. Unser Zielort ist der Vordere Schulersberghof in Mühlenbach bei Familie Becherer. Dort verweilen wir nach der Radtour ungefähr 5-7 Wochen pro Jahr. Dies in einer gemütlichen Wohnung im Ferienhaus |
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50 m oberhalb des Bauernhofes. Gastfreundschaft wird hier gross geschrieben und wir fühlen uns hier auch wie in der zweiten Heimat. In den ersten Jahren begleiteten uns unsere Mütter, die die Parallelwohnung mieteten. In dieser Zeit hielten wir uns häufiger am Hof auf; dies vor der Ferienwohnung (siehe unten), auf der Liegewiese oder dem Balkon, von dem man einen schönen Blick Tal- abwärts hat. Gemüse aus dem Bauerngarten neben dem nun mit neuem Dach versehenen Hofgebäude steht uns ebenso zur Verfügung |
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Wie der selbstgebraute Schnaps, der von Gustl in höchster Qualität gebraut wird. Zur Vesper mit Wurstwaren aus eigener Herstellung ist er zusammen mit Gertruds Holzofenbrot ein unerlässliches Muss. Ich glaube, dass man das auf dem nebenstehenden Bild auch gut erkennen kann, wenn auch hier zunächst noch Most aus eigener Produktion und Alpirsbacher Bier den grossen Durst löschen muss. |
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Mühlenbach ist wie kaum ein anderes Schwarzwalddorf wegen seines Brauchtums berühmt. Ob es die Prozession zur Ehren der Hl. Afra ist, ob die Blumenweihe oder die Dekoration des Altars mit Bildern, gefertigt aus verschiedensten Körnern, die nach biblischen Motiven dargestellt werden, dies alles lockt Interessierte von Nah und Fern in das 1700 Einwohner zählende Dörfchen, dessen Kern nahe der Kinzigstadt Haslach an der Strasse nach Freiburg liegt. |
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Ob der Mühlenbacher Schäppel oder der Kirnbacher Schwarzwaldhut mehr Mühe zur Anfertigung benötigt, wage ich nicht zu entscheiden. |
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Wanderungen in der Nähe des Schulersberghofes führen bis zum 3 km entfernten Landwassereck, wo man sich in einer gemütlichen Gaststätte gut stärken kann. Über den Grubhof oder auf der anderen Seite durch das Dietental hinunter teils auf dem Panoramaweg nach Muehlenbach zum Gasthof “Ochse”, dessen Spezialitäten uns immer gut schmecken, führen zwei längere Wege, für die man schon etwas mehr Kondition mitbringen muss. Doch wenn es uns weiter weg zieht, dann laufen wir auf dem Querweg Rottweil - Lahr auch schon einmal zum “Biereck” und von dort weiter entweder zur “Pelzmuehle” vor Elzach oder zur “Sonne” bzw. zum “Schneeballen” in Hofstetten. |
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Viele unserer Wanderungen führen entlang der in den Büchern des Volksschriftstellers Heinrich Hansjakob beschriebenen Wege und Ortschaften. Diese Wanderrouten einmal als Kleiner, zum anderen als Grosser Hansjakobweg bezeichnete Rundwege sind etwa 50 bzw. 100 km lang. Doch auch die vom Schwarzwaldverein gut gekennzeichneten Wege lassen uns die Schönheit der Natur in vollen Zügen geniessen. Ebenso lockt uns der Westweg (z.Bsp. über den mühsam zu ersteigenden Farrenkapf) |
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Empfehlenswert ist der Querweg Rottweil -Lahr, auch wenn letzterer uns manchmal in das nur 3 km entfernte Landgasthaus “Landwassereck” führt. Die Gastronomie der Umgebung ist lobenswert gut. Mir gefallen natürlich einsam gelegene Vesperstuben auf unseren Wanderungen ganz besonders.- Wenn wir unsere Touren durchführen und keine oder nur eingeschränkte Möglichkeit zur Rückkehr haben, dann bringen wir unsere Fahrräder mit dem PKW zum Zielpunkt und fahren dann zum Ausgangspunkt unserer Wanderung. Nach dem Marsch müssen wir dann natürlich unseren PKW mit den Rädern abholen. |
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Die beiden Bilder oberhalb zeigen einmal zwei tragische Figuren aus einem Buch des Schriftstellers H. Hansjakob (1837-1916) und rechts eine Bronzeplastik von ihm selber, die zu seinem Gedenken in Haslach errichtet wurde. Zu den vielen Lesern seiner Werke habe auch ich mich gesellt und ich muss sagen, dass dieser kritische Denker trotz oder gerade wegen seiner übergrossen Sensibilität Menschen in ihrem Ausgeliefertsein so treffend erkannte und beschrieb, dass wir das (Selbst-) Mitleid auf heutiges Schicksal und Fühlen übertragen können. |
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Vielfach unternehmen wir ausgedehnte Fahrradtouren in der Umgebung. Dabei bevorzugen wir zwar Wege entlang der Flüsse in den Tälern (z.Bsp. an entlang der Kinzig), doch auch das Hinaufklettern auf die Höhen ist uns nicht fremd, beispielsweise dann, wenn wir über das Übelbachtal hinauf nach St. Roman radeln. Der dortige “Adler- Gasthof” mit seiner exquisiten Küche entlohnt uns dann vollkommen für die Strapaze. |
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Andere Ziele, die wir mit dem Fahrrad ansteuern, sind Schiltach, Schramberg, (Ober-) Wolfach, Hornberg, Gengenbach, Nordrach, Prinzbach, Offenburg und manchen anderen Ort. Als schöne Spazierfahrt empfinden wir immer wieder die Strecke von Muehlenbach über Haslach durch die Kinzigauen nach Haslach und dann weiter nach Wolfach. All die hier genannten Fahrradrouten sind Balsam fürs Auge und für jedermann empfehlenswert. |
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Wenn wir so richtige Lust zum Faullenzen verspüren, dann wandern wir mit Sack und Pack auf der anderen Seite des Schulersberges hinab nach Oberprechtal zum dortigen Freibad. Morgens treffen kaum 10 Besucher hier ein und ein Bad in dem weichen Wasser ist das pure Vergnügen. Langgestreckt auf unseren Liegen verschlingen wir spannende Krimis oder träumen in die uns umspannende Bergwelt hinein. |
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